Fighting…

Dieser Spruch stand in dicken Lettern an einer Toilettenwand meines alten Gymnasiums. Dieser Tage muss ich oft an ihn denken. Stets kommt er mit in den Sinn, wenn ich Meldungen lese über umtriebige „Umweltschützer“ im Hambacher Forst…

Was hat der deutsche Tann nicht schon alles überstanden?! Varus‘ Legionen und die deutsche Romantik (nebst zugehöriger bestenfalls viertklassiger Verse); den Hirschen, den Köhler, den Eber, das Reh; die Industrialisierung, den Borkenkäfer. Auch der Saure Regen hat ihm letztlich nichts anhaben können, ja nicht einmal „le Waldsterben“ – das die Franzosen in paneuropäischer Panik von unseren „Grünen“ übernommen haben (Die Grünen selbst haben sie leider hier gelassen).

Jetzt jedoch ist der Wald am Ende. Denn RWE greift nach dem Hambacher Forst! Gewiss, das sind bloß ein paar Hektar – weniger als andernorts nachwachsen in Deutschland (ja, die Waldfläche hierzulande wird jährlich größer) –, aber darum geht es nicht. Es geht ums Prinzip. Um die Frage, was wohl wichtiger ist: Wald oder Konzerngewinne. Und da steht der Hambacher Forst pars pro toto.

So kann man das sehen. Kann es für legitim halten, Wald – deutschen Wald – gegen Profitgier zu verteidigen. Viele tun das dieser Tage: errichten Lager, klettern auf Bäume, hausen dort, ketten sich an; graben sich in den Boden, bau‘n Barrikaden. Dutzende sind’s momentan, Hunderte werden es sein, sobald die Kettensägen kommen.

Die allerdings werden dann nichts anderes mehr zu tun haben als totes Holz umzulegen – den Hambacher Forst haben dessen vermeintliche Verteidiger bis dahin längst liquidiert. Denn ein Wald ist ein diffiziles Ökosystem, das man am besten schützt, indem man’s in Ruhe lässt. Kettensägen können ihm kaum mehr anhaben als Hundert selbstgefällige Aktivisten pro Hektar. (lpe)

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