Waldbrand

Quelle: Deutsche Fotothek

(jmk) Waldbrandgefahr. Fast während des gesamten „Hochsommers“ hat man in diesem wunderschönen Land hier bis zu den Knien im Schlamm gestanden, die Tomaten sind verfault und die eigentlich recht geländegängige Katze ist fast ertrunken. Und jetzt plötzlich meldet die lokale Leitpresse „Waldbrandgefahr“ wegen tropischer Temperaturen.

Das muss erstmal irritieren. Schließlich ist es ja so, dass es in den Tropen selbst eher selten zu Waldbränden kommt, was der eine oder andere Leitpressenredakteur möglicherweise nicht weiß.

Letztlich liegt das sowieso alles am Klimawandel. Den kennt nämlich auch der Leitpressenredakteur. Und davor hat er große Angst.

Nun muss man kein Genie sein, um zu erkennen, dass es nicht besonders gesund und sinnvoll sein kann, Milliarden Tonnen von Giftgasen und Staubteilchen tagtäglich in die Luft zu blasen, nur damit der Leitpressenredakteur und seine Mülltrenner-Freunde im ungemütlichen Winter nach Mauritius fliegen und dort ihre Klimawandelangst behandeln lassen können.

Aber dass der königliche Golf-Verein in Anderlecht demnächst ausschließlich wegen der wild herum pestenden Braunkohlkraftwerke in NRW auf Wasserball umstellen muss, halte ich für weit übertrieben.

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht: In unseren Breitengraden hatten wir auch schon vor der strunzdummen Idee, Energie aus fossilen Brennstoffen zu gewinnen, recht unterschiedliche Klimaverhältnisse. Anderenfalls könnte man heute diese Braunkohle bei uns gar nicht aus dem Boden kratzen. Vor nicht allzulanger Zeit bedeckten kilometerdicke Gletscher die totlangweiligen Ländereien, in denen sich vorher tropischer Riesenfarn und Brontosaurus gute Nacht gesagt hatten.

Insofern finde ich es gerade jetzt klimatechnisch hier ganz angenehm und die anthropozentrische Arroganz mit der behauptet wird, das Menschlein könnte das Klima dieses Planeten eigenständig und nachhaltig beeinflussen, momentan jedenfalls für eher unangebracht.

Heute vor genau 133 Jahren kam es zwischen Sumatra und Java zu einem gewaltigen Ausbruch des Vulkans Krakatau, der sich offenbar einen Scheißdreck um den Klimawandel scherte, aber deutlich mehr dazu beitragen konnte, als alle besorgten Leitpressenredakteure mit SUV und häuslicher Klimaanlage in der Geschichte des Universums.

Charles Lindbergh, der bekannte Hobbypolitiker und Flugzeugpionier, wusste noch nichts vom Klimawandel. Trotzdem verstarb er heute vor genau 42 Jahren, ohne jemals einen Waldbrand mit einem Löschflugzeug bekämpft zu haben. Was für ein Schicksal.

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